Schulportrait: Die Werkstattschule in Rostock

WIR, steht nicht nur für Werkstattschule in Rostock sondern auch für Vielfalt und Lernen in gemeinsamer Verantwortung. Jeder wird als einzigartig betrachtet und findet seine individuellen Stärke, mit der er die Gruppe voran bringen kann.

Die Werkstattschule ist eine Schule in freier Trägerschaft der EuSiB gAG- Europäische Stiftung für innovative Bildung. Diese beinhaltet neben der Schule einen Hort, Kindergarten, einem Mitmach-Zirkus sowie das Pädagogische Kolleg, welches eine Berufsschule für Pädagogik in Rostock ist. In unsere Schule werden verschiedene reformpädagogische Ansätze verbunden; so besitzt sie integrative Unterrichtsformen, jahrgangsübergreifendes Lernen, gemeinsames Arbeiten und Lernen in Gruppen. Dazu kommen die durch Eigeninitiative geprägte und für die Schule namensgebende sog. Werkstatt-Arbeiten. Mehr als 40 Lehrkräfte unterrichten mit diesen Konzepten 540 Schülerinnen von der 1. bis zur 12. Klasse. Die Schülerinnen können den Haupt- und den Realschulabschluss, die Fachhochschulreife sowie das Abitur erreichen.

Die Werkstatt-Arbeit an unserer Schule findet immer zum Anfang des Semesters/Schulhalbjahres statt, die Themen variieren hier zwischen den Jahrgängen. In den Wochen der Werkstattzeit wird eine Mappe zusammengestellt, in der unterschiedliche Kapitel verschiedene Fächer abbilden, jedoch arbeiten die SchülerInnen zu einem Überthema z.B. in der 7/8 Klasse zum Thema „Mittelalter“ oder „Ich“. In der Mittelalterwerksatt befindet sich z.B. für Mathematik das Kapitel „Torbögen“, in dem sich die SchülerInnen mit der Berechnung von Kreisen auseinandersetzt. Gleichzeitig geht es geschichtlich auf die die mittelalterliche Spurensuche durch Rostock.

Der jahrgangsübergreifende Unterricht wird in Stammgruppen durchgeführt, in der Grundschule bilden Schülerinnen der Klassenstufen 1 bis 4 eine Stammgruppe. Der Sinn ist, dass die älteren Schülerinnen den jüngeren Themen erklären können, gleichzeitig festigen so die Erklärenden Schülerinnen ihr Wissen. Ein von- und miteinander lernen.

In der SEK I werden dann jeweils die Klassenstufen 5 und 6, 7 und 8 sowie 9 bis 10 zusammengefasst. In der SEK II werden danach 11 und 12 zusammengefasst. Die Fächer, die nicht im Stammgruppenunterricht behandelt werden, werden dann in Kursen in einheitlichen Klassenstufen unterrichtet, wie beispielsweise die Hauptfächer Deutsch und Mathematik.

Ein Benotungssystem, wie man es an anderen Schulen gewöhnt ist, findet erst ab der neunten Klasse statt. Bis dahin bekommen die SchülerInnen ein mündliches und schriftliches Feedback sowie Auswertungen in fachspezifischen Kompetenzrastern und Lernlandkarten. Zudem wird mit den SchülerInnen am Ende des Semesters/Schulhalbjahres in einem KELG (Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräch) der individuelle Lernprozess und besprochen. Zusammen versuchen die Lehrer bei möglichen Problemen eine Lösung mit den Eltern und dem Kind zu finden.

Somit verstehen WiR uns als eine Gemeinschaft, die Vielfalt leben möchte.

Für mehr Informationen geht es hier zur Website der Werkstattschule in Rostock.

Aktivitäten der Werkstattschule Rostock bei BlickRichtungVielfalt.

Austauschanfragen über die entsprechende Loomio-Untergruppe.

Dieser Bericht wurde von Tjelle Sass von der Werkstattschule in Rostock verfasst und gibt somit einen ersten Einblick auf das Schulkonzept seiner Schule. Schulportraits stellen niemals die Meinung des gesamten Netzwerks dar. Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsteams!